Stationäre Operationen

Unsere stationären Operationen:

Im Rahmen unserer operativen Tätigkeit führen wir auch Eingriffe durch, die einen stationären Aufhalt erfordern.

Die Operationen werden von uns in den modernen Operationenräumen des evangelischen Krankenhauses in Oldenburg durchgeführt.

Unser Schwerpunkt liegt in der schnellen Mobilisation des Patieten, daher nutzen wir vor allem minimalinvasive Operationsverfahren.

Da stationäre Leistungsspektrum umfasst hier vor allem den Gelenkersatz von Knie- und Hüftgelenk, sowie Hüftarthroskopien, den Kreuzbandersatz und die komplexe Schulterchirurgie.

Hüft- und Kniegelenksprothesen

KÜNSTLICHES HÜFTGELENK (HÜFTGELENKSENDOPROTHESE):

Falls bei Hüftgelenksarthrose durch konservative Therapiemaßnahmen keine ausreichende Beschwerdefreiheit mehr erreicht werden kann, muss über die Möglichkeit eines künstlichen Hüftgelenksersatzes (Endoprothese) nachgedacht werden.

Ziel der Hüftgelenk-Operation ist es, Schmerzen zu reduzieren und Gelenksbeweglichkeit zu verbessern. Die Implantation des Hüftgelenkersatzes erfolgt hierbei minimalinvasiv unter möglichster Schonung der umgebenen Weichteile und Muskulatur. Die von uns verwendeten Implantate haben sich über Jahrzehnte bewährt und weisen extrem gute Langzeitergebnisse auf. Bei sehr jungen Patienten kommen sog. Kurzschaftprothesen zum Einsatz.

Nach Entfernung des eingelegten Drainage-Schlauchs meist am 2. Tag nach der Hüftgelenk-Operation dürfen Sie bereits Aufstehen und das operierte Bein bis zum ca. halben Körpergewicht mit Hilfe von Unterarmgehstützen belasten. In den ca.10 Tagen stationären Aufenthalts in der Klinik und den anschließenden 3 Wochen Rehaaufenthalts darf die Belastung bis zur Vollbelastung gesteigert werden.

Nach der Reha erfolgt die weitere Behandlung mit Krankengymnastikrezepten zur Gangschulung und gezieltem Muskeltraining wieder in der Praxis.

Generell sind nach Einheilen der Endoprothese Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren wieder möglich.

KÜNSTLICHES KNIEGELENK (KNIEGELENKSENDOPROTHESE):

Falls bei Kniegelenksarthrose durch konservative Therapiemaßnahmen keine ausreichende Beschwerdefreiheit mehr erreicht werden kann, muss über die Möglichkeit eines künstlichen Kniegelenksersatzes (Endoprothese) nachgedacht werden. Ziel dieser Kniegelenk-Operation ist es, Schmerzen zu reduzieren und Gelenksbeweglichkeit zu verbessern.

Die Implantation des Kniegelenksersatzes erfolgt hierbei unter möglichster Schonung der umgebenden Weichteile und Muskulatur. Die von uns verwendeten Implantate haben sich über Jahrzehnte bewährt und weisen extrem gute Langzeitergebnisse auf.

Bereits 1. Tag nach der Kniegelenk-Operation dürfen Sie bereits Aufstehen und das operierte Bein bis zum ca. halben Körpergewicht mit Hilfe von Unterarmgehstützen belasten. In den 2 Wochen stationären Aufenthalts in der Klinik und den anschließenden 3 Wochen Rehaaufenthalts darf die Belastung bis zur Vollbelastung gesteigert werden.

Nach der Reha erfolgt die weitere Behandlung mit Krankengymnastikrezepten zur Gangschulung und gezieltem Muskeltraining wieder in der Praxis.

Generell sind nach Einheilen der Endoprothese Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren günstig mit Bewegung des künstlichen Gelenkes ohne Belastung..

DIE INDIVIDUELLE KNIEGELENKSPROTHESE:

Für ein individuell geformtes Knie-Oberflächenersatzimplantat wird zunächst ein genaues Abbild des erkrankten Knies erstellt. Dafür wird es mit Hilfe einer CT (Computertomographie) millimetergenau vermessen. Die so gewonnenen Bilddaten werden in die USA geschickt. Dort wird mithilfe einer speziell für die Prothesenfertigung entwickelten Software ein virtuelles 3D-Modell vom Knie des Patienten erstellt. Die von Arthrose betroffenen Bereiche werden dabei präzise berücksichtigt. Das Modell des Kniegelenks, das dabei entsteht, ist (ähnlich wie ein Fingerabdruck) einmalig auf der Welt. Es ist die Grundlage für die Fertigung einer Schablone, mit deren Hilfe das Implantat gegossen wird.

Ein wesentlicher Vorteil der individuell vom Computer angepassten Prothesen ist, dass das künstliche Gelenk und der Knochen des Patienten bereits vor Beginn der Operation nahezu perfekt zueinander passen. Deshalb muss der Arzt beim Implantieren weit weniger Knochenmaterial abtragen, als bei traditionellen Implantaten. Da ein aufwändiger Anpassungsprozess von natürlichem Knie und künstlichem Gelenk nicht notwendig ist, verringert sich außerdem die Operationszeit.

Bei konventionellen Prothesen beklagen sich Patienten nach der Operation häufig über ein Fremdkörpergefühl im Knie. Anders bei individuell angepassten Implantaten: Da nicht nur die äußere Form der Prothese sondern auch deren Sitz und Ausrichtung vom Computer für den Patienten individuell berechnet wurden, sitzt das neue Gelenk meist vollkommen natürlich. Und so fühlt es sich auch an. Das schätzen junge und sehr aktive Patienten, die trotz künstlichem Kniegelenk weiter (moderaten) Sport treiben wollen. Diese und andere Aktivitäten können in der Regel mit einer Individual-Prothese schneller wieder aufgenommen werden als mit einem Standard-Modell.

 

Hüftarthroskopien

KNORPELGLÄTTUNG:

Bei der Hüftgelenkspiegelung (Arthroskopie) handelt es sich um eine minimalinvasive Hüftgelenk-Operation, die über 2-4 kleine Stichinzisionen durchgeführt wird. Der gesamte zentrale Gelenksinnenraum sowie das periphere Gelenkkompartiment können so mit einer Kamera genau inspiziert werden. Für Arbeiten im zentralen Kompartiment muss über einen Extensionstisch Zug am Bein ausgeübt werden. Knorpelschäden können so minimalinvasiv arthroskopisch mit Spezialinstrumenten geglättet oder lose Knorpelaufbrüche arthroskopisch debridiert, sowie instabile Knorpelanteile entfernt werden. Postoperativ ist eine sofortige Belastung möglich.

MIKROFRAKTURIERUNG:

Falls in umschriebenen Arealen im Hüftgelenk der Knorpel völlig fehlt, kann eine so genannte „Mikrofrakturierung“ durchgeführt werden, um neue Knorpelbildung zu induzieren. Hierbei werden kleine Löcher in die freiliegende Knochenfläche gepickt (Mikrofrakturierung), um so über die Einblutung aus dem Knochen eine Ersatzknorpelbildung hervorzurufen (Faserknorpel). Nach dieser Hüftgelenk-Operation muss das operierte Bein für 6 Wochen an Unterarmgehstützen entlastet werden, um die Faserknorpelbildung zu gewährleisten.

ARTHROSKOPISCHE ENTFERNUNG FREIER GELENKKÖRPER:

Oftmals stehen Einklemmungserscheinungen bei bestimmten Bewegungen des Hüftgelenks mit subjektiv empfundener „Gelenksperre“ im Vordergrund. Hierbei kann es sein, dass sich freie Gelenkkörper, eine teilweise eingerissene Gelenklippe („Labrum“) oder entzündlich gereizte Gelenkinnenhaut einklemmen und so die Schmerzen und Bewegungseinschränkung verursachen.

Durch eine Arthroskopie werden freie Gelenkkörper oder entzündete Gelenkinnenhaut mit Spezialinstrumenten minimalinvasiv entfernt und Labrumeinrisse geglättet. Nach der Hüftgelenk-Operation kann das Hüftgelenk sofort frei bewegt und nach Schmerztoleranz voll belastet werden.

ARTHROSKOPISCHE THERAPIE BEIM HÜFT-IMPINGEMENT:

Ziel der Hüftarthroskopie beim Impingement ist es, die häufig akut einschießenden Schmerzen bei bestimmten Hüftbewegungen zu beseitigen und langfristig einen frühzeitigen Verschleiß (Hüftgelenksarthrose) zu verhindern. Dabei werden im ersten Teil der Hüftgelenk-Operation unter Längs-Zug am Bein bereits vorhandene Knorpel- und Labrumschäden minimalinvasiv therapiert (siehe Knorpeltherapie).

Der Hauptteil der Arthroskopie bei Hüft-Impingement findet ohne Zug im peripheren Gelenkanteil statt. Hier wird der die Beschwerden verursachende Knochenanbau am Übergang Hüftkopf – Schenkelhals („BUMP“) mit Spezialinstrumenten abgeschliffen. Der Hüftkopf samt Übergang zum Schenkelhals kann nun wieder in die Gelenkspfanne eintauchen ohne durch die vorbestehende Inkongruenz weitere Knorpelschäden zu verursachen.

Nach der Hüftgelenk-Operation darf das Bein sofort nach Schmerztoleranz frei bewegt werden, die Belastung sollte für 2 Wochen mit ca. halbem Körpergewicht an Unterarmgehstützen erfolgen.

Arthroskopische und offene Rotatorenmaschenttenrekonstruktionen

ARTHROSKOPISCHE ROTATORENMANSCHETTENREKONSTRUKTION:

Bei einer Rotatorenmanschettenverletzung steht neben dem Schmerz auch häufig ein Kraftverlust beim Heben des Armes im Vordergrund.

Je nach Alter und Anspruch des Patienten sollte hierbei eine Wiederannaht der gerissenen Sehne an den Knochen (Rotatorenmanschettenrekonstruktion) erfolgen. Dies kann bei kleinen, wenig zurückgezogenen Sehnenrissen rein arthroskopisch über kleine Stichinzisionen durch Ankernähte an das Ursprungsareal erfolgen. Je nach Rissart und –größe stehen verschiedene Nahttechniken und Instrumentarien zur Verfügung.
Bei größeren, weiter zurückgezogenen Sehnenrissen sollte eine offene Sehnennaht erfolgen (Mini-Open-Technik).

Nach der Schulteroperation gewährleistet ein spezielles Nachbehandlungsschema aus Ruhigstellung und passiver Krankengymnastik über 4-6 Wochen ein sicheres Einheilen der Sehne am Knochen.

ARTHROSKOPISCHE SCHULTERSTABILISIERUNG:

Beim Ausrenken des Schultergelenkes (Luxation) kommt es unter anderem zum Abreissen der Gelenkslippe (Labrum) von der Pfanne, was zu einer verminderten Stabilität des Schultergelenkes und ggf. erneuten Luxationen führen kann.

In den meisten Fällen kann die Stabilität des Schultergelenkes in einer rein arthroskopischen Schulteroperation über 2 Stichinzisionen minimalinvasiv wiederhergestellt werden. Das abgerissene Labrum wird mit Hilfe von 2-4 Ankernähten wieder an der Schulterpfanne befestigt.

Nach der Schulteroperation gewährleistet ein spezielles Nachbehandlungsschema aus Ruhigstellung und Pendelübungen über 4 Wochen ein sicheres Einheilen des Labrums und damit ein erneut stabiles Gelenk.